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Nach St. Wendel ins Saarland hatte der Reit- und Fahrverein Bliesen e.V. als Ausrichter der Deutsche Jugendmeisterschaften im Fahren in diesem Jahr eingeladen.

Drei Classic-Pony Fahrer aus dem Pony-Gestüt-Clus /Bad Gandersheim hatten sich für die Teilnahme an den U25-Meisterschaften qualifizieren können.

In St. Wendel hatte der Veranstalter keine Mühen gescheut und das Turniergelände direkt in die Stadt gelegt. Ein ganzer Ortsteil verwandelte sich für mehrere Tage in ein Fahrerlager, überall Pferdeanhänger, LKW und Wohnwagen, Stallzelte und Paddocks. Zwei Stadien, die sonst für Fußball und Leichtathletik genutzt werden, wurden zu Fahrplätzen für Dressur und Kegelfahren umfunktioniert.

Auf einem bergigen Wiesenstück direkt am Ortseingang standen sechs anspruchsvolle Hindernisse, die Strecke dazwischen bestand aus jeweils einer großen Runde um das Areal herum, so dass die Zuschauer die Gespanne immer toll im Blick behalten konnten.

Nachdem als erste Teilprüfung der Meisterschaft das Vormustern absolviert war, -hierbei muss jeder Fahrer ein Pferd aus seinem Gespann an der Hand aufstellen und in Schritt und Trab vorführen- ging es am zweiten Turniertag in die Dressuren. In einem Starterfeld von 24 Gespannen im Pony-Zweispänner platzierten sich die drei Classic-Pony-Gespanne auf Platz fünf (Florian Grober) Platz zehn (Viviane Quarch) sowie Platz 14 für Tim Grober, der in diesem Jahr erstmalig an der U25-Konkurrenz teilnahm, also eine Klasse höher als bisher, da er inzwischen selbst 17jährig der U16 entwachsen ist.

Auch am Geländetag präsentierten sich die Classic-Ponys gewohnt schick und in bester Kondition und bewältigten beeindruckend das bergige, kräftezehrende Gelände mit den sechs Hindernissen. Hier lagen alle teilnehmenden Gespanne nur in Nuancen auseinander und es gelang den Classic-Pony-Gespannen sich im Mittelfeld zu platzieren.

Die Entscheidungen sollte das abschließende Hindernisfahren bringen. Hier hieß es, sich keinen Ball und möglichst keine Zeitfehler zu erlauben… aber genau das hatte wohl der Parcoursbauer nicht im Sinn gehabt, als er den Kegelparcours plante. Mit engen Wendungen gespickte Wege, Schlangenlinien, Volten und einer äußerst knappen Zeit stellte er die Fahrer und ihre Ponies vor eine schwierige Aufgabe. Bei einer Zugabe zur Spurbreite der Kutsche von 25cm können sich die Fahrer kein Schleudern oder Wegrutschen des Wagens erlauben, was auf einem Ascheplatz -wie hier in St. Wendel- jedoch im Grunde unvermeidbar ist.

Dieses Kunststück gelang Florian Grober mit seinen Classic-Ponys. Als nach rund 20 Startern schon niemand mehr an eine fehlerfreie Runde glaubte, fuhr er mit Rasanz und perfektem Augenmaß die einzige Nullrunde dieser Konkurrenz und sicherte sich den Sieg im Kegelfahren. Hiermit rutschte er auch noch einen Platz nach vorn im Gesamtergebnis und fuhr auf Rang vier in der Kombinierten Prüfung. Florians gutes Ergebnis im Kegelfahren trug auch noch erheblich zum Erfolg der hannoverschen Mannschaft bei: Diese konnte sich auf Platz eins im Mannschaftswettbewerb vorschieben und mit der Goldmedaille im Gepäck nach Hause fahren.

Viviane Quarch konnte sich mit einem vierten Platz im Kegelfahren noch auf Platz acht in der Gesamtwertung vorschieben, für Tim Grober reichte es am Ende für Rang 13.

Nicht so gut meinte es das das Wetter mit der Veranstaltung. Mitten in der Siegerehrung ging ein Gewitter nieder, das den Veranstalter dazu bewog, die abschließende Meisterehrung ohne Gespanne vorzunehmen. Eine gute Entscheidung war es gewesen, die Dressur und das Kegelfahren auf den doch recht wettersicheren Ascheplätzen durchzuführen. Immer wieder hatte es während der Turniertage Schauer gegeben. Kaum ein Fahrzeuggespann konnte mit eigener Kraft die als Fahrerlager dienenden Wiesen verlassen. Mehrere Trecker waren im Dauereinsatz, um Hilfe zu leisten. Auch hierfür war der ausrichtende Verein bestens ausgestattet und vorbereitet. Die Teilnehmer werden den Reit- und Fahrverein Bliesen als Organisator des Turniers sicher in guter Erinnerung behalten, denn perfekte Bewirtung und Gastfreundlichkeit wurden hier ganz groß geschrieben.

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